Bauelemente-Ratgeber Der Ratgeber-Blog von Otten Bauelemente

25Nov/110

Das Beschlagen von Fensterscheiben verhindern

Wie verhindere ich, dass meine Fensterscheiben beschlagen? Wie verhindere ich die Bildung von Kondenswasser am Fensterrand? Wie verhindere ich, dass meine Feuchtigkeit in meine Fensterscheiben eindringt und diese dadurch wohlmöglich blind werden?

Wichtige Fragen, wenn es um die Langlebigkeit Ihrer Fenster geht. Denn schließlich ist eines der schlimmsten Szenarien, die Ihnen bei Ihren Fenstern passieren kann, das Eindringen von Feuchtigkeit in den Fensterrahmen und die Fensterscheibe. Im folgenden Artikel geben wir von Otten Bauelemente Ihnen Tipps und Hinweise, wie Sie das Beschlagen und das Bilden Kondenswasser an Ihren Fensterscheiben verhindern können.

 

Warum bildet sich Tauwasser überhaupt an den Fensterscheiben?

Damit Fensterscheiben beschlagen müssen zwei physikalische Faktoren erfüllt sein: Die Scheiben müssen kälter sein als die Umgebungstemperatur und die Umgebungsluft muss mit Luftfeuchtigkeit gesättigt sein. Sind beide Voraussetzungen gegeben, bildet sich Tauwasser an den kalten Fensterscheiben, denn Luft kann nur eine bestimmte Feuchtigkeitsmenge aufnehmen, je mehr umso wärmer sie ist. Trifft diese warme, feuchte Luft nun auf einen kalten Gegenstand, z.B. auf eine gut isolierte Fensterscheibe aus Wärmedämm-Isolierglas, bildet sich an der Scheibe nun Tauwasser bzw. die Scheiben beschlagen , da die Luft abkühlt und ein Teil der in der Luft enthaltenen Feuchtigkeit an die Oberfläche der kalten Fensterscheibe abgegeben wird.

 

Tauwasser an der Außenscheibe

Zu Tauwasser an der Außenscheibe kommt es nur in Gebieten mit hoher Luftfeuchtigkeit, z.B. in der Nähe von Flüssen und im Gebirge vor. Hier kann es in den frühen Morgenstunden zu Tauwasser an der Außenscheibe kommen, da sich die Luft außen schneller erwärmt als die Fensterscheibe, die ja zum Ziel hat gegen Wärme und Kälte gleichermaßen gut zu isolieren. Der Temperaturunterschied soll beim Erwärmen der Umgebungstemperatur bzw. Erkalten der Umgebungstemperatur von der Fensterscheibe möglichst lange verzögert werden. Mit Wärmedämm-Isolierglas und einer dreifach Verglasung, bei der die Zwischenräume noch mit Argongas gefüllt sind, ist dieses auf jeden Fall gegeben. (Beispiel: Kunststofffenster von Gayko) Das Tauwasser bildet sich bei dieser Art von Fenstern also besonders schnell in luftfeuchtigkeitsreichen gebieten und besonders schnell bei Ihrem Dachfenster, da Dachfenster in kühlen Nächten stärker auskühlen als vertikale Scheiben, da sie dem kalten Nachthimmel von allen Punkten des Fensters gleichermaßen dem kalten Nachthimmel nahe stehen.

 

Kondensation an der Innenscheibe

Die Kondenswasserbildung an den Innenscheiben ist dagegen bei modernen Fensterscheiben seltener als bei älterem Isolierglas. Der Grund ist aber derselbe. Durch die exzellente Wärmedämmung des Wärmedämm-Isolierglases bleibt die Temperatur der Raumtemperatur angepasst, da es hier zwischen Tag und Nacht keine extremen schnellen Temperaturunterschiede gibt. Auch die Luftfeuchtigkeit ist in den meisten Fällen gering. Zum Beschlagen der Scheiben oder zur Bildung von Tauwasser kommt es daher nur, wenn sich die Luftfeuchtigkeit stark erhöht, beispielsweise beim Kochen, Baden, Duschen, Bügeln oder Wäschetrocknen. Daher ist ein regelmäßiges Lüften auch unbedingt erforderlich, um überschüssige Luftfeuchtigkeit wieder auszugleichen. Bei gut isolierten Fenstern setzt sich die Feuchtigkeit sonst an den Wänden ab. Die Folge ist Schimmelbildung, die man mit neuen Fenstern eigentlich verhindern möchte.

 

Warum gab es an meinen alten Fensterscheiben keine Kondenswasserbildung?

Die Antwort auf diese Frage ist eine ganz einfache: Das alte Glas hatte eine deutlich schlechtere Wärmedämmung, daher ging viel mehr Wärme aus dem beheizten Innenraum verloren. Die Außenscheibe wurde also auf Kosten der Heizrechnung mitbeheizt und stellte somit der feuchten, für die warme Außenluft keinerlei Möglichkeit zum „Entfeuchten“ dar. Die Tauwasserbildung an der Außenscheibe ist allerdings stets nur ein vorübergehender Effekt, der Ihrer Fensterscheibe auf keinen Fall schaden kann.

 

Kondensation am Scheibenrand

Ein Effekt, den viele beobachten könne, ist die Neigung von Kondensation am Scheibenrand. Dieser ist auf den Abstandshalter aus Aluminium zwischen den einzelnen Glasscheiben zurückzuführen, da er viel weniger als das Isolierglas selbst dämmt. Um diesen Effekt zu verringern gibt es Wärmedämm-Isoliergläser auch mit „warmer Kante“. Gerne beraten wir von Otten Bauelemente Sie dahingehend bei Ihrem Fensterkauf. Bei einer „warmen Kante“ wird der Abstandhalter nicht aus Aluminium sondern aus verschiedenen anderen Materialien hergestellt.

 

Die Lösung

Das Beschlagen von Fensterscheiben ist wie oben beschrieben nicht immer zu verhindern, da es sich hierbei um einen physikalischen und witterungsbedingten Effekt handelt. Modernes Wärmedämm-Isolierglas verringert den Beschlag an der Innenseite enorm, während temporäres Beschlagen der Außenseite für hohe Qualität der Wärmedämmung spricht.

Die Lösung für ein fast komplettes Verhindern von innen beschlagenen Scheiben ist ein regelmäßiges Lüften, das einfach unerlässlich ist.

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